Eigenheim & Baufinanzierung

Tipp

Die erste eigenenutzte Immobilie ist meist nicht die Letzte. Wir nennen diese Objekte „Aufbau- oder Startimmobilie“. Zuerst bewohnt man diese Einheiten selbst und zieht dann weiter. Was passiert mit der Einheit? Wird diese verkauft oder vermietet? Wie sieht bei solchen Objekten die optimale Finanzierung aus? Wir beraten Sie gerne hier!

Die passende Baufinanzierung für Ärztinnen, Ärzte und Heilberufler

Der Kauf oder Bau eines Eigenheims ist für viele Menschen eine der größten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Neben der Wahl der passenden Immobilie spielt vor allem die Finanzierung eine entscheidende Rolle. Eine gut geplante Baufinanzierung schafft finanzielle Sicherheit, bietet langfristige Planungssicherheit und hilft dabei, die monatliche Belastung an die persönliche Lebenssituation anzupassen.

Gerade für Ärztinnen, Ärzte, Zahnärzte und andere Heilberufler ergeben sich häufig besondere Möglichkeiten. Banken bewerten medizinische Berufe aufgrund ihrer stabilen Einkommensperspektiven oftmals positiv. Gleichzeitig unterscheiden sich die Anforderungen an eine Finanzierung je nach beruflicher Situation erheblich. Während ein Assistenzarzt am Beginn seiner Karriere andere Voraussetzungen mitbringt als ein niedergelassener Facharzt oder Zahnarzt, verfolgen alle dasselbe Ziel: eine Finanzierung, die langfristig tragbar ist und genügend finanziellen Spielraum lässt.

Eine Baufinanzierung sollte deshalb niemals ausschließlich nach dem niedrigsten Zinssatz ausgewählt werden. Ebenso wichtig ist die Laufzeit, die Höhe der Tilgung, mögliche Sondertilgungen, staatliche Förderungen und die Flexibilität der Finanzierung über viele Jahre hinweg.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Baufinanzierung?

Unter einer Baufinanzierung versteht man die Finanzierung einer Wohnimmobilie durch ein langfristiges Darlehen. Trotz des Begriffs „Baufinanzierung“ wird damit nicht nur der Neubau eines Hauses finanziert. Auch der Kauf einer Eigentumswohnung, eines bestehenden Hauses, eines Grundstücks oder umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen fallen darunter.
In der Regel setzt sich eine Baufinanzierung aus Eigenkapital und einem Immobiliendarlehen zusammen. Das Eigenkapital reduziert den Finanzierungsbedarf und kann sich positiv auf die Konditionen auswirken. Der verbleibende Betrag wird über ein Darlehen finanziert und anschließend über viele Jahre in monatlichen Raten zurückgezahlt.
Die monatliche Rate besteht aus zwei Bestandteilen:

• Zinsen, die für die Bereitstellung des Darlehens gezahlt werden.
• Tilgung, mit der die eigentliche Darlehenssumme Schritt für Schritt zurückgezahlt wird.

Je höher die Tilgung gewählt wird, desto schneller sinkt die Restschuld und desto früher ist das Darlehen vollständig zurückgezahlt.

Eine Baufinanzierung eignet sich immer dann, wenn der Kaufpreis einer Immobilie nicht vollständig aus eigenen Mitteln bezahlt werden soll oder kann. Das betrifft die meisten Immobilienkäufe in Deutschland.

Typische Anwendungsfälle sind:

• Kauf eines Einfamilienhauses oder Kauf einer Eigentumswohnung
• Neubau eines Eigenheims, Erwerb eines Baugrundstücks
• Kauf einer Ferienimmobilie
• Modernisierung oder energetische Sanierung
• Finanzierung einer Praxisimmobilie
• Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage

Welche Finanzierung sinnvoll ist, hängt immer von der persönlichen Situation, den finanziellen Möglichkeiten und den langfristigen Zielen ab.

Viele Käufer konzentrieren sich zunächst auf den Kaufpreis der Immobilie. Tatsächlich entstehen jedoch weitere Kosten, die bei der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden sollten.
Dazu gehören unter anderem:

• Grunderwerbsteuer
• Notarkosten
• Grundbuchkosten
• Maklerprovision, sofern ein Makler beteiligt ist
• Kosten für Modernisierungen oder Renovierungen
• Umzugskosten
• Einrichtung und Ausstattung
• gegebenenfalls Bereitstellungszinsen bei Neubauten

Diese sogenannten Kaufnebenkosten machen – je nach Bundesland – häufig zwischen 8 und 15 Prozent des Kaufpreises aus. Wer diese Kosten aus Eigenmitteln bezahlen kann, verbessert häufig seine Finanzierungssituation.

Dazu gibt es keine pauschalen Aussagen oder Zusagen. Mit Erfahrungswerten kann man sich aber gut an die Summen herantasten.

1. Grundsatz für einfache Machbarkeiten:

Bruttojahreseinkommen mal 5 „geht quasi immer“.
Verfügen Sie über ein Jahreseinkommen von 100.000 Euro brutto, dürfen Sie 500.000 Euro als machbar betrachten. Wenn Sie nun 200.000 Euro Eigenkapital mitbringen, könnten Sie sich eine Immobilie zuzüglich Nebenkosten für 700.000 Euro leisten.

Hier ist der Rechner:
mit Vorgabe Darlehenshöhe, Tilgungsrate, Zinssatz: Ergebnis monatliche Belastung

Zusätzlich kommt es auf den Standort des Objektes an. Kaufen Sie eine Immobilie in München, nimmt man in der Regel eine höhere Wertsicherheit an, als wenn Sie Ihr Objekt ländlich erwerben.
Daher kann es in manchen Fällen dazu führen, dass diese Regel „Bruttojahreseinkommen mal 5“ auch nach oben angepasst wird.

Jetzt spielen dabei auch die Familienkonstellationen eine Rolle:

• Wie sieht es mit dem Kinderwunsch aus? Wie verändert sich dann das Einkommen?
• Werden längere Erziehungszeiten mit reduzierter Tätigkeit geplant?

Wie verändert sich dann der Haushaltskostenplan

Sollte man daraufhin die passenden Antworten finden, zum Beispiel, weil Sie Reserven für solche Momente gebildet haben, steht der Finanzierungsfähigkeit nicht mehr viel im Wege.

Tipp: Reserven bilden und behalten!

Als junge Familie sollten Sie sich ein Polster von ca. 30-50.000 Euro anlegen. Dies klingt zwar viel, aber die Nächte werden deutlich ruhiger. Sie haben genug auf der hohen Kante, um für Unvorhergesehenes oder auch Geplantes auf dieses Geld zurückgreifen zu können. Stellen Sie sich daher niemals völlig blank, wenn es um die Eigenheimfinanzierungen geht. Die Banken sehen um Hilfe suchende Finanzierende gar nicht gerne.

Eigenkapital bezeichnet alle finanziellen Mittel, die Käufer selbst in die Finanzierung einbringen. Dazu zählen beispielsweise Sparguthaben, Tagesgeld, Wertpapiere oder bereits vorhandene Immobilienwerte.

Grundsätzlich gilt: Je höher das Eigenkapital, desto geringer fällt der Finanzierungsbedarf aus.

Ein höherer Eigenkapitalanteil kann verschiedene Vorteile bieten:

  • geringere Darlehenssumme
  • niedrigere monatliche Rate
  • häufig bessere Finanzierungskonditionen
  • geringere Zinskosten über die gesamte Laufzeit

Dennoch ist eine Finanzierung auch mit wenig oder sogar ohne Eigenkapital grundsätzlich möglich. Ob dies sinnvoll ist, hängt immer von Einkommen, Bonität und dem jeweiligen Finanzierungsvorhaben ab.

Gerade bei Ärztinnen und Ärzten prüfen Banken häufig die gesamte wirtschaftliche Situation und berücksichtigen neben dem aktuellen Einkommen auch die langfristigen beruflichen Perspektiven. Denn wenn ein zukünftiges höhere Einkommen durch Karrierefortschritte oder Niederlassung berücksichtigt werden kann, hilft das oft bei der Entscheidung zur Kreditvergabe bzw. bei der möglichen Finanzierungssumme.

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die monatliche Finanzierungsrate sollte so gewählt werden, dass sie dauerhaft tragbar bleibt.

Neben der Kreditrate sollten weiterhin ausreichend finanzielle Reserven für den Alltag bestehen. Dazu gehören unter anderem:

  • Lebenshaltungskosten
  • Versicherungen
  • Rücklagen für Reparaturen
  • Altersvorsorge/Vermögensaufbau
  • Urlaub
  • Familienplanung
  • unvorhergesehene Ausgaben

Eine solide Finanzierung zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch bei veränderten Lebensumständen langfristig tragfähig bleibt.

So wäre ein Gedanke, „wir sparen uns jetzt die Urlaube, oder streichen die Altersvorsorge oder Versicherungen zusammen“, ein Zeichen dafür, dass das gewählte Finanzierungskonzept eine zu große Belastung darstellt.  

Grundsätzlich ist die Höhe der Tilgung auch variabel einzusetzen. So kann man mit Regeltilgungen von 0 %, sogenannte endfällige Finanzierungen, bis 5 % und mehr von der Kreditsumme pro Jahr tilgen. Je höher die Tilgung ist, desto schneller wird der Kredit am Ende abbezahlt. Aber Achtung: wenn man sich verkalkuliert hat, ist eine Reduzierung der Tilgungshöhe während der Zinsbindung kaum möglich.

Daher gilt: „zahlen können ist besser als zahlen müssen“.  Neben den regelmäßigen Tilgungen besteht auch die Möglichkeit, Sondertilgungen vorzunehmen. Da sind Sondertilgungen von 5 – 10 % möglich. In manchen Darlehensvarianten kann man auch zu 100% jederzeit die Tilgung durchführen.    

Tipp: starten Sie mit 2,5 % Tilgung und mit ca. 4 % Zins. Die Belastung wäre dann 6,5 % der Kreditsumme. Sollten Sondertilgungen möglich sein, gerne. Wenn der Zins dann bei der Verlängerung des Darlehens gefallen wäre, erhöhen Sie die Tilgungsrate, wenn der Zins gestiegen ist, senken Sie die Tilgungsrate. Wenn das durchaus möglich ist, ist das ein Zeichen für eine gute Finanzierbarkeit des Vorhabens!

Ratenrechner HIER:

Bei Abschluss einer Baufinanzierung wird in der Regel eine Sollzinsbindung vereinbart. Während dieses Zeitraums bleibt der Zinssatz unverändert – unabhängig davon, wie sich das allgemeine Zinsniveau entwickelt.

Häufig werden Sollzinsbindungen von fünf, zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren gewählt. Eine längere Zinsbindung bietet mehr Planungssicherheit, während eine kürzere Laufzeit unter Umständen günstigere Anfangszinsen ermöglichen kann.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von der persönlichen Risikobereitschaft, der Marktsituation und der langfristigen Finanzierungsstrategie ab.

Tipp:

Mediziner tilgen deutlich schneller als normale Finanzierer!

Aus der Vergangenheit konnte man einige interessante Daten ablesen:

Ein angestellter Arzt mit Familie braucht in der Regel weniger als 20 Jahre, um seine Immobilienfinanzierung zu tilgen. Der Schnitt schaffte es in knapp 14 Jahren. Daher ist oftmals ein langfristiges Finanzierungskonzept gar nicht nötig. Zudem entstehen in diesen 20 Jahren eventuell schon wieder neue Kosten für Sanierung und Renovierung des Objektes, was zu erneuten Finanzierungen führen würde.

Ein niedergelassener Arzt, oder ein Arzt, der sich während der Finanzierungszeit niederlassen wird, reduziert die Darlehenslaufzeiten noch deutlicher. Teilweise sind diese Objekte bereits unter 10 Jahren abbezahlt.           Beratung dazu hier!

Woran liegt das?

  • steigendendes Einkommen durch Karriere.
  • ein Arzt in der Weiterbildung verdient 60.000 bis 80.000 Euro ein Facharzt als Oberarzt schon 120.000 bis 180.000 Euro.
  • in einer möglichen Selbständigkeit sollten Sie immer von mindestens 200.000 Euro ausgehen, je nach Fachrichtungen sind auch ein Vielfaches davon durchaus erzielbar

Wenn Sie Ihre Einkommensoptionen kennen lernen wollen, buchen Sie hier einen Termin!

  • die Kaufpreiszahlungen der Praxis führen zu Abschreibungen. Diese reduzieren zu Beginn der Niederlassung deutlich die Steuerlast. Dieses freie Vermögen wird oftmals in die erhöhte Tilgung Ihrer privaten Kredite geschoben.

Tipp Berufseinsteiger und Ihre „Aufbauimmobilie“

Zahl Zins und Tilgung, statt Miete!

Mediziner denken selten zu Beginn Ihrer Karriere an eine Immobilienfinanzierung.

Dabei denkt man in erster Linie an das noch fehlende Eigenkapital. Man fängt an zu sparen. Gleichzeitig kann es aber auch passieren, dass die Immobilienpreise schneller steigen, als der Arzt sich das Eigenkapital wegsparen kann. Daher gilt:

Auf Grund der Karriereerwartungen sind durchaus, bereits in der Probezeit als Assistenzarzt, Finanzierungen auch ohne Eigenkapitaleinsatz darstellbar.

Die kleine Wohnung, welche Sie während Ihrer Facharztausbildung bewohnen, kann auch gekauft werden. Später entscheiden Sie, ob Sie diese behalten und vermieten oder wieder verkaufen. Das spart viel Geld bei Mietzahlungen und schafft Ihnen persönliche eigene Werte und es stellt Ihren ersten aktiven Part Ihrer Vermögensbildung dar.

Passende Objekte in Ihrer Region finden Sie bei uns: buchen Sie hier..  

Die Tilgung bestimmt, wie schnell ein Darlehen zurückgezahlt wird. Während der Zinsanteil mit sinkender Restschuld im Laufe der Zeit geringer wird, erhöht sich automatisch der Tilgungsanteil innerhalb der gleichbleibenden Monatsrate.

Eine höhere Tilgung führt in der Regel dazu, dass das Darlehen schneller zurückgezahlt wird und insgesamt weniger Zinsen anfallen. Gleichzeitig steigt jedoch die monatliche Belastung.

Deshalb sollte die Tilgung immer so gewählt werden, dass sie langfristig zu den finanziellen Möglichkeiten passt und ausreichend Flexibilität erhalten bleibt.

Bei der Auswahl einer Baufinanzierung begegnen Interessenten häufig zwei Begriffen: Sollzins und Effektivzins. Obwohl beide Zinssätze ähnlich klingen, beschreiben sie unterschiedliche Aspekte eines Darlehens.

Der Sollzins gibt an, welche Zinsen ausschließlich für die Nutzung des geliehenen Kapitals anfallen. Er bildet die Grundlage für die Berechnung der monatlichen Zinskosten und bleibt während der vereinbarten Sollzinsbindung unverändert.

Der Effektivzins berücksichtigt zusätzlich weitere preisrelevante Kosten des Darlehens. Er eignet sich deshalb besser, um verschiedene Finanzierungsangebote miteinander zu vergleichen. Dennoch sollte die Entscheidung nicht ausschließlich anhand des Effektivzinses getroffen werden. Auch Sondertilgungsmöglichkeiten, flexible Tilgungsanpassungen oder die Dauer der Zinsbindung können den langfristigen Wert einer Finanzierung erheblich beeinflussen.

Die Wahl der passenden Sollzinsbindung gehört zu den wichtigsten Entscheidungen einer Baufinanzierung. Während dieser Zeit bleibt der vereinbarte Zinssatz unverändert. Das schafft Planungssicherheit und schützt vor steigenden Zinsen.

Viele Darlehensnehmer entscheiden sich für eine Zinsbindung von fünf, zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren. Welche Laufzeit sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • dem aktuellen Zinsniveau
  • der persönlichen Risikobereitschaft
  • der Höhe des Darlehens
  • der geplanten Tilgung
  • den langfristigen Lebensplänen

Eine längere Zinsbindung bietet mehr Sicherheit, während eine kürzere Laufzeit mehr Flexibilität ermöglichen kann. Welche Variante die richtige ist, sollte immer individuell geprüft werden.

Viele Darlehensverträge ermöglichen zusätzliche Rückzahlungen außerhalb der regulären Monatsrate. Diese werden als Sondertilgungen bezeichnet.

Sie bieten die Möglichkeit, die Restschuld schneller zu reduzieren und dadurch Zinskosten zu sparen. Besonders bei Bonuszahlungen, Erbschaften oder anderen außerplanmäßigen Einnahmen kann eine Sondertilgung sinnvoll sein.

Ob Sondertilgungen möglich sind und in welcher Höhe sie vereinbart werden können, hängt vom jeweiligen Darlehensvertrag ab. Deshalb lohnt es sich, diesen Punkt bereits vor Vertragsabschluss zu berücksichtigen.

Die meisten Immobilienkredite sind nach Ablauf der Sollzinsbindung noch nicht vollständig zurückgezahlt. Für die verbleibende Restschuld wird daher eine Anschlussfinanzierung benötigt.

Dabei bestehen grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:

  • Verlängerung des Darlehens bei der bisherigen Bank
  • Wechsel zu einem anderen Kreditinstitut
  • Abschluss eines Forward-Darlehens zur frühzeitigen Zinssicherung

Eine frühzeitige Planung kann helfen, günstige Finanzierungsmöglichkeiten zu sichern und ausreichend Zeit für einen Angebotsvergleich zu schaffen.

Grundsätzlich ja. Eine sogenannte Vollfinanzierung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dabei wird der gesamte Kaufpreis – teilweise sogar einschließlich der Kaufnebenkosten – über ein Darlehen finanziert.

Da hierbei das Risiko für die finanzierende Bank höher ist, gelten häufig strengere Anforderungen an die Bonität. Zudem können die Finanzierungskosten höher ausfallen als bei einer Finanzierung mit Eigenkapital.

Ob eine Vollfinanzierung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen finanziellen Situation, dem Einkommen und den langfristigen Zielen ab.

Damit eine Bank den Finanzierungsantrag prüfen kann, werden verschiedene Unterlagen benötigt. Je nach Finanzierungsvorhaben können diese unterschiedlich ausfallen.

Was Sie dazu brauchen, finden Sie hier in unserer Checkliste: Deep-Link…KLICK

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Einkommensnachweise
  • Gehaltsabrechnungen
  • Steuerbescheide
  • Kontoauszüge
  • Nachweise über vorhandenes Eigenkapital
  • Exposé der Immobilie
  • Grundbuchauszug
  • Baupläne oder Baubeschreibung bei Neubauten
  • Flurkarte
  • Energieausweis
  • Brutto-Wohnflächenberechung
  • Teilungserklärung
  • Nebenkostenabrechnungen
  • Eigentümerversammlungsprotokolle

Bei selbstständigen Ärztinnen und Ärzten oder Praxisinhabern können zusätzlich betriebswirtschaftliche Auswertungen, Jahresabschlüsse und weitere Steuerunterlagen erforderlich sein.

Die Finanzierung von Ärztinnen, Ärzten und Zahnärzten unterscheidet sich häufig von der anderer Berufsgruppen. Viele Banken bewerten medizinische Berufe aufgrund ihrer langfristigen Einkommensperspektiven positiv. Das kann sich – abhängig von der individuellen Bonität – auf die Finanzierungsmöglichkeiten auswirken.

Gleichzeitig gibt es innerhalb der medizinischen Berufe deutliche Unterschiede.

Ein Assistenzarzt befindet sich häufig noch am Beginn seiner beruflichen Laufbahn. Das Einkommen steigt im Laufe der Facharztausbildung oft kontinuierlich an. Ein niedergelassener Arzt oder Zahnarzt erzielt dagegen häufig Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit. Hier spielen zusätzlich betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Praxisumsätze und steuerliche Unterlagen eine wichtige Rolle.

Auch persönliche Lebensereignisse sollten in die Finanzierungsplanung einbezogen werden. Eine geplante Niederlassung, Familiengründung oder größere Investitionen können die finanzielle Situation in den kommenden Jahren verändern. Eine gute Finanzierung berücksichtigt deshalb nicht nur den heutigen Stand, sondern auch die langfristige Entwicklung.

Eine Immobilienfinanzierung begleitet viele Menschen über Jahrzehnte. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Planung. In der Praxis treten immer wieder ähnliche Fehler auf, die sich häufig vermeiden lassen.

Ausschließlich auf den Zinssatz achten

Ein günstiger Zinssatz ist wichtig, aber nicht das einzige Entscheidungskriterium. Auch Flexibilität, Sondertilgungen und die Höhe der Tilgung beeinflussen die langfristigen Gesamtkosten.

Kaufnebenkosten unterschätzen

Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklerprovisionen erhöhen den tatsächlichen Finanzierungsbedarf erheblich. Diese Kosten sollten bereits zu Beginn realistisch eingeplant werden.

Grundbuchunterlagen nicht vollständig geprüft

 

Die Grundbuchunterlagen zeigen Ihnen, welche Lasten und Rechte auf dem Grundstück oder der Immobilie. Daher sind die Grundbuchauszüge komplett anzufordern, Abteilung 1 und 2 müssen geprüft werden!

Zu hohe monatliche Belastung wählen

Die Kreditrate sollte dauerhaft tragbar sein. Auch Rücklagen, Altersvorsorge und unvorhergesehene Ausgaben müssen weiterhin finanziert werden können.

Einige Objekte verursachen höhere laufende Betriebskosten als andere.

So spielt beispielhaft ein Aufzug, ein sehr großer Gartenanteil oder eine Tiefgarage eine größere Rolle.

Denn es gilt: die Nebenkosten des Objektes als Mieter sind kleiner, als die Nebenkosten als des Objektes Eigentümer! (Hausverwaltung, Rücklagen usw.)

Faustregel: mit 5 Euro den Quadratmeter liegen oftmals richtig!

Keine finanziellen Reserven einplanen

Nach dem Immobilienkauf entstehen häufig zusätzliche Kosten, beispielsweise für Renovierungen, Möbel oder Reparaturen. Eine ausreichende Liquiditätsreserve bietet hier Sicherheit.  Als junge Familie sollten Sie immer 30.000 bis 50.000 Euro als Reserven gebildet haben.

Fördermöglichkeiten nicht prüfen

Je nach Vorhaben können öffentliche Förderprogramme oder zinsgünstige Darlehen die Finanzierung sinnvoll ergänzen. Diese Möglichkeiten sollten frühzeitig geprüft werden.

Unser Fazit

Eine Baufinanzierung ist weit mehr als die Auswahl eines Darlehens. Sie bildet die finanzielle Grundlage für den Erwerb einer Immobilie und begleitet viele Menschen über einen langen Zeitraum.

Eine sorgfältige Planung, realistische Kalkulation und eine Finanzierung, die zur persönlichen Lebenssituation passt, schaffen langfristige Sicherheit. Dabei spielen nicht nur Zinssatz und Laufzeit eine Rolle, sondern ebenso Eigenkapital, Tilgung, Flexibilität und zukünftige Lebensziele.
Gerade für Ärztinnen, Ärzte und Zahnärzte lohnt sich eine individuelle Betrachtung. Berufliche Entwicklung, Einkommensperspektiven und geplante Veränderungen können Einfluss auf die optimale Finanzierungsstrategie haben.

Mit einer durchdachten Planung entsteht eine Finanzierung, die nicht nur heute überzeugt, sondern auch langfristig zu den persönlichen und beruflichen Zielen passt.
Für Ihre persönliche individuelle Beratung buchen Sie bitte hier ein Finanzierungsgespräch:

Immobiliendarlehensrechner | FUB AG
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Wählen Sie Zins, Tilgung, Zinsbindung und Darlehenslaufzeit – oder geben Sie direkt vor, wie viel Restschuld am Ende der Laufzeit offen bleiben soll.

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Monatliche Rate –
Zinsbindung
10 Jahre
Zeitraum mit festgeschriebenem Zins
Darlehenslaufzeit
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vereinbarte Gesamtlaufzeit des Darlehens
getilgt bis Ende der Darlehenslaufzeit offene Restschuld
Restschuld nach Zinsbindung
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Restschuld nach Darlehenslaufzeit
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Diese Berechnung dient der unverbindlichen ersten Orientierung. Sie berücksichtigt keine Sondertilgungen, Gebühren oder künftigen Zinsänderungen und ersetzt kein persönliches Beratungsgespräch mit der FUB AG.

DER RATGEBER FÜR ALLE PRAXISINHABER:

Die 9 größten Fehler bei Praxis (Ver)kauf
und wie Sie diese vermeiden